Im Rahmen der Studie wurden Ökobilanzinventare für den Bau unterschiedlicher Elemente und Anlagentypen der Bahninfrastruktur in der Schweiz erstellt. So beispielsweise für Schienen, Schwellen, Masten, Brücken oder Tunnels.
Resultate und ein Blick in die Zukunft
Die Berechnungen zeigen beispielsweise, dass der Bau einer zweigleisigen Bahnstrecke rund 4’000 Tonnen CO2-eq pro Kilometer verursacht. Über die gesamte Lebensdauer betrachtet bedeutet dies rund 56 Tonnen pro Kilometer und Jahr. Das entspricht in etwa den jährlichen Emissionen von vier Personen in der Schweiz. Der Bau eines ein Kilometer langen zweigleisigen Tunnels führt, auf ein Betriebsjahr berechnet, zu einer Klimabelastung, vergleichbar mit den jährlichen Pro-Kopf-Emissionen von rund 11,5 Personen in der Schweiz.
Nebst Werten für das Jahr 2023 werden auch Prognosen für 2050 angestellt, welche weitaus tiefere Emissionen aufweisen. Eine Reduktion wird erreicht, unter der Annahme, dass die Energieversorgung bis 2050 vollständig auf erneuerbaren Energien basiert, sowie durch den Einsatz biogener Treibstoffe und eines höheren Anteils an Sekundärmaterialien.
Wo liegen potentielle Handlungsoptionen?
Das Bereitstellen der Ökobilanzdaten ist auch für die Identifizierung von Reduktionspotenzialen relevant. Aufbauend auf den erarbeiteten Grundlagen können künftig bereits in der Planungsphase Varianten aufgrund ihres Emissionspotenzials verglichen werden. Weiter sind ein zunehmender Einsatz erneuerbarer Energien und das Verwenden von Sekundärrohstoffen die wesentlichen Handlungsspielräume auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren Bahninfrastruktur.
Die Studie ist öffentlich zugänglich und kann hier eingesehen werden. Zudem steht sie weiter unten als Download bereit.