Projekt

Entscheidungshilfe für die ökologische Standortwahl von Schweizer Kleinwasserkraftwerken

Ansprechpersonen

Kleinwasserkraftwerke (KWKW) werden kontrovers diskutiert. Einerseits gehören Wasserkraftwerke bezüglich der Schonung von energetischen Ressourcen sowie Schadstoffemissionen zu den ökologischsten Energiesystemen der Strombereitstellung. Andererseits sind Wasserkraftwerke mit Eingriffen in Ökosystemen verbunden. Vor allem im Kontext des Naturschutzes werden die negativen ökologischen Auswirkungen von KWKW oft höher als deren Nutzen beurteilt.

Das Forschungsprogramm Wasserkraft und Energie Schweiz (Bundesamt für Energie) hat die Carbotech AG beauftragt bis Ende 2016 ein Entscheidungsinstrument zu entwickeln, das mit geringem Aufwand eine zuverlässige Einschätzung der ökologischen Sinnhaftigkeit beim Bau und Umbau von Schweizer KWKW gibt. Dieses Instrument soll kein neues Beurteilungskonzept darstellen, sondern das bis jetzt entwickelte Wissen und die entsprechenden Methoden zusammenbringen und wo nötig mit qualitativen Expertenaussagen ergänzen. Zudem soll es unabhängig von Messungen und mit geringem Aufwand anwendbar sein.

Um die quantitativen Resultate, z. B. von Ökobilanzen, mit qualitativen Aussagen und Einschätzungen von Experten auf transparente Art zu modellieren, wird die Methode der Fuzzy Set Theorie verwendet. Diese erlaubt es auch unterschiedliche Meinungen zu berücksichtigen und die Unschärfe miteinzubeziehen. Diese mathematische Methode wurde in vergleichbaren Projekten der Carbotech schon erfolgreich eingesetzt. Die Modellierung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten u.a. aus der Forschung, Umweltorganisationen und der öffentlichen Hand.

Kunde

Bundesamt für Energie

Jahr

2017, Start 2015

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