Projekt

2000-Watt-Politik für den Kanton Luzern

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Cornelia Stettler

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Aktuelle Energiebilanz, Szenarien für den zukünftigen Energieverbrauch und Evaluation energiepolitischer Massnahmen – Wegweiser in eine Luzerner 2000-Watt-Gesellschaft

Seit 2006 verfolgt der Kanton Luzern die Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft. Um konkrete Schritte zur Umsetzung dieser Vision zu entwickeln, beauftragte die kantonale Dienststelle Umwelt und Energie Moritz Kulawik im Rahmen seiner Masterthesis mit der Erarbeitung energiepolitischer Grundlagen. Gemäss seiner Bilanzierung entspricht der durchschnittliche Energieverbrauch von Luzernerinnen und Luzernern heute einer Primärleistung von 6‘900 Watt und stammt zu gut 90 Prozent aus importierten fossilen Energieträgern sowie Kernbrennstoffen. Die ebenfalls abgeschätzte graue Energie importierter Konsumgüter erhöht diesen Pro-Kopf-Verbrauch um weitere 28 Prozent. Basierend auf der berechneten Energiebilanz wurde ein individueller Absenkpfad für den Kanton definiert, welche die nötige Verbrauchsreduktion bis 2100 darstellt. Ein Zielszenario stellt darüber hinaus die mögliche Gestaltung des Energiemixes bis 2050 dar, im Vergleich zur Fortsetzung der bisherigen Energiepolitik, die zum Erreichen der 2000-Watt-Ziele zu kurz greift.

In Interviews mit elf Akteuren aus dem energiepolitischen Umfeld Luzerns konnte zudem ein breites Spektrum von Instrumenten und Massnahmen für eine zukünftige Energiepolitik evaluiert werden. Mit einer adaptierten Form der Nutzwertanalyse bewerteten alle Fachleute sowohl Wirksamkeit als auch Machbarkeit der Massnahmen. Eine Gegenüberstellung der bewerteten Massnahmenpakete zeigt: Grundsätzlich gelten wirtschaftliche Lenkungsinstrumente  gegenüber Förderprogrammen als wirksamer und Massnahmen im Gebäudebereich gegenüber dem Mobilitätsbereich als machbarer. Ergebnis der Evaluation ist eine erste Vorgehensmatrix mit Umsetzungsempfehlungen für die Gestaltung der Energiepolitik des Kantons Luzern.

Kunde

Kanton Luzern, Umwelt und Energie

Jahr

2013

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