31. Juli 2026

Nachhaltigkeit bei unseren Mitarbeitenden – Tanja Laube

Nachhaltigkeit ist vielschichtig und auf allen Ebenen unserer Gesellschaft zuhause. Von der Politik über grosse Unternehmen bis hin zu Einzelpersonen: alles und jede*r kann und darf einen Beitrag leisten. Auch wir als Unternehmen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit sind davon nicht ausgenommen. Als Firma aber auch als Einzelpersonen unternehmen wir regelmässig Schritte auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. In dieser Serie stellen wir euch Mitarbeitende und ihre individuellen Bemühungen vor. 

Tanja ist seit 2022 als Projektleiterin bei Carbotech im Bereich Umweltberatung und Ökobilanzierung tätig. Zu ihren Fachgebieten zählen Lebensmittel, Textilien und Kunst und Kultur. Tanja hat langjährige Erfahrung im Projektmanagement und der Gestaltung von partizipativen Prozessen.

 

Frage: Tanja, wie wohnst du?
Tanja: In einer 2,5-Zimmer-Einliegerwohnung am Waldrand in einer Kleinstadt. Ich kann überall zu Fuss oder mit dem Velo hin. Mit einem Apfelbaum direkt vor dem Schlafzimmer.

 

Frage: Was unternimmst du, um deine Wohnsituation nachhaltiger zu gestalten?
Tanja: Erfreulicherweise haben wir eine Wärmepumpe und einen ökologischen Strommix. Die sparsamste bin ich beim Verbrauch nicht. Aber ich schaffe mir keine Geräte an, die ich nur selten brauche – solche teile ich mit Nachbar*innen oder leihe sie von Freund*innen aus.

 

Frage: Achtest du darauf, deine Freizeit nachhaltiger zu gestalten und wenn ja, wie?
Tanja: Bei den meisten Hobbys verursacht ja die An- und Abreise den grössten Anteil am Klimafussabdruck. Das ist auch bei mir so: Wandern und Wellenreiten gehören zu meinen Leidenschaften. Dafür reise ich auch viel. Innerhalb der Schweiz und Europas – sogar bis nach Marokko – mit dem ÖV. Wenn ich dem Winter entfliehen will und es mich nach Südamerika zieht, ist Fliegen unumgänglich. Maximal einmal im Jahr und nur, wenn ich mehrere Wochen weg bin.

 

Frage: Welche Massnahmen hast du für dich entdeckt, um nachhaltiger leben zu können?
Tanja: Wenig besitzen und Secondhand einkaufen! Auf Plattformen wie Ricardo findet man mit etwas Geduld sein bewährtes Laufschuhmodell oder seine Lieblingsjeans – manchmal noch ungetragen! Was Bekleidung angeht, habe ich mir das Ziel gesetzt nicht mehr als fünf Stück pro Jahr neu zu kaufen. Dazu zählt alles (Schuhe, Sportsachen … ) ausser Unterwäsche. Und halt nicht nur vegetarisch, sondern möglichst oft pflanzlich zu kochen.

 

Frage: Woran möchtest du noch arbeiten?
Tanja: Nicht aufzugeben. Manchmal hadere ich schon, wenn ich sehe, dass viele Menschen leben, als ginge sie die Umwelt gar nichts an. Vor allem beim Fliegen. Es wäre so oft einfacher, schneller und leider auch günstiger als der Zug…

 

Frage: Welche Botschaft möchtest du Menschen mit auf den Weg geben, die gerade erst anfangen, sich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen?
Tanja: Fang mit dem an, was dir leichtfällt und sei nicht zu streng mit dir selbst und anderen!

 

Frage: Was wünscht du dir von der Gesellschaft/Politik/Unternehmen bezüglich Nachhaltigkeit?
Tanja: Mehr Mut, mehr Tempo, weniger Moralisieren.

 

Frage: Und abschliessend, hast du einen Buchtipp?
Tanja: Ja, aber die haben nichts mit Nachhaltigkeit zu tun:

  • «A little life» von Hany Yanagihara
  • «Das Leben ist ein vorübergehender Zustand» von Gabriele von Arnim
  • «Morgen, Morgen und wieder Morgen» von Gabrielle Zevin
  • «Demon Copperhead» von Barbara Kingsolver
  • Alles von Elif Shafak

 

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