18. Februar 2026

EPDs: Der «Umwelt-Pass» für Baustoffe, Möbel und Industriekomponenten

In der Bau- und Fertigungsindustrie reicht es heutzutage nicht mehr aus, nur zu behaupten, dass ein Produkt «nachhaltig» ist. Transparenz ist die neue Währung. Hier kommen EPDs (Environmental Product Declarations) ins Spiel. Als erfahrene Umweltberater*innen unterstützen wir Sie dabei, diese komplexen Deklarationen zu erstellen und sinnvoll zu nutzen.

 

Hier der Auszug eines EPDs, welches Carbotech für ein Aufzugsystem von Schindler gerechnet hat – Quelle: https://www.environdec.com/library/epd2959 (18.02.26)

 

Was ist eigentlich eine EPD?

Eine EPD ist ein standardisiertes Dokument, das die Umweltauswirkungen eines Produkts über dessen gesamten Lebenszyklus detailliert beschreibt. Basierend auf einer fundierten Ökobilanz (LCA) liefert sie Fakten zu Themen wie Treibhausgasemissionen (CO2-Fussabdruck), Energieverbrauch oder Wasserbedarf. Man kann sie sich wie die Nährwerttabelle auf einer Lebensmittelverpackung vorstellen – nur eben für Baustoffe, Möbel oder Industriekomponenten. Wichtig ist: Eine EPD bewertet nicht, ob ein Produkt «gut» oder «schlecht» ist. Sie quantifiziert die Umweltauswirkungen und macht sie damit vergleichbar.

 

Wann ist eine EPD für Sie sinnvoll?

Nicht jedes Produkt benötigt eine EPD, aber in bestimmten Branchen ist sie mittlerweile fast unverzichtbar:

  • Bauwirtschaft & Architektur: Für Zertifizierungssysteme wie DGNB, LEED oder BREEAM sind EPDs relevant und werden eingefordert als Datengrundlage.
  • Öffentliche Ausschreibungen: Immer mehr Behörden fordern quantitative Umweltnachweise.
  • Wettbewerbsvorteil: Wenn Sie zeigen können, dass Ihr Produkt einen geringeren CO2-Fussabdruck als der Marktdurchschnitt hat, ist die EPD Ihr offizielles Beweismittel.
  • Lieferketten-Transparenz: Industriekund*innen fordern zunehmend Daten ein, um ihre eigenen Scope-3-Emissionen zu berechnen.

 

Der Weg zur EPD: So gehen wir gemeinsam vor

Der Prozess bei Carbotech folgt einem klaren Pfad, um die Komplexität für Sie zu minimieren:

  1. Zieldefinition & Programmwahl: Wir klären, in welchem Markt Sie die EPD benötigen und wählen das passende Programminstitut (z. B. IBU, International EPD System, PEP ecopassport, MRPI).
  2. Datenerhebung: Sie liefern uns die Verbrauchsdaten Ihrer Produktion. Wir unterstützen Sie dabei, diese effizient zu sammeln.
  3. Ökobilanzierung (LCA): Wir berechnen die Umweltauswirkungen in einer umfassenden Ökobilanzierung.
  4. Erstellung des EPD-Dokuments: Wir überführen die Ergebnisse in das geforderte Format des jeweiligen Programms.
  5. Verifizierung: Das fertige EPD wird durch unabhängige Dritte geprüft. Wir begleiten den Prozess bis zur finalen Veröffentlichung.

 

EPDs strategisch klug nutzen

Für die Erstellung einer EPD sind umfassende Datenerhebungen und die Berechnung einer Ökobilanz als Grundlage notwendig. Nutzen Sie diese Daten intern: Eine EPD ist nicht nur für das Marketing da. Die zugrundeliegende Ökobilanz zeigt Ihnen genau auf, wo in Ihrer Produktion die ökologischen «Hotspots» liegen – der perfekte Startpunkt für Ihre Nachhaltigkeitsstrategie.

 

Fazit

EPDs sind in ihrer Erstellung aufwändig und folgen einem strengen Prozess mit vielen Schritten. Das normierte Dokument gilt jedoch als Schlüssel zu einem transparenten Markt. Zumindest in Bezug auf Kriterien der ökologischen Nachhaltigkeit. Doch nicht nur dafür sind EPDs ein sinnvolles Instrument: Clever genutzt finden sie auch in der Nachhaltigkeitsstrategie Anwendung und erschliessen bislang ungenutztes (Umwelt-)Potenzial.
Bei Carbotech kombinieren wir unsere langjährige Erfahrung in der Ökobilanzierung mit einem tiefen Verständnis für die Anforderungen der verschiedenen EPD-Programme. So erhalten Sie nicht nur ein Dokument, sondern ein echtes Werkzeug für Ihre Marktpositionierung.

 

Planen Sie eine EPD für Ihr Produkt oder haben Sie Fragen zum Prozess? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

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