Vorstudie für eine Gebäude-Energiestatistik im Kanton Luzern Evaluation der verfügbaren Energiedaten, Auswahl und Kombination von Datenquellen und Entwicklung eines Datenmodells für Energieverbrauchsmessung

Evaluation der verfügbaren Energiedaten, Auswahl und Kombination von Datenquellen und Entwicklung eines Datenmodells für Energieverbrauchsmessung

Die Entwicklung des Wärmeenergieverbrauchs von Gebäuden auf seinem Kantonsgebiet ist für den Kanton Luzern ein wichtiger Indikator zur Bewertung seiner Energiepolitik. In einem gemeinsamen Projekt mit der Dienststelle Umwelt und Energie erarbeitete Carbotech Grundlagen für die Erstellung einer kantonalen Energiestatistik. Da eine lokale Verbrauchsentwicklung nur mit lokal erhobenen Daten dargestellt werden kann, ging es in einem ersten Schritt um die Erhebung und Evaluation der verfügbaren Grundlagendaten im Kanton. Dazu gehören neben dem kantonalen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR), vor allem Angaben der Energieversorgungsunternehmen (Strom und Gas) sowie Minergie- und GEAK-Daten.

Für die spätere Berechnung des Heizwärmeverbrauchs fanden die Dienststelle Umwelt und Energie und Carbotech einen Kompromiss zwischen nötigem Aufwand und erreichbarer Datengenauigkeit mit der Entwicklung eines stichprobengestützten Datenmodells. Grundlage des Modells ist eine Gliederung des Gebäudebestandes in Cluster ähnlicher energetischer Qualität. Die Berechnung einer Stichprobe jedes Clusters ermöglicht damit den Rückschluss auf den Verbrauch des gesamten Gebäudebestandes. Mit dem erarbeiteten Modell steht dem Kanton Luzern das Fundament für eine Energiestatistik zur Verfügung. Die Evaluation der Datenquellen zeigt aber, dass für eine belastbare Statistik die Qualität der Grundlagendaten zuerst verbessert werden muss.

Kunde:
Kanton Luzern, Umwelt und Energie